Cappuccino: Es gibt zu viele Ecken in München, wo man die Leichtigkeit des Seins genießen kann und viel Zeit mit Cappuccino verschwenden kann. Oh das beklemmende Gefühl des schlechten Gewissens, wir kennen dich in München nur zu gut. Aber niemals würde ich auf das Rumlümmeln in der Königin, im Aroma Café oder im Vorstadtcafé verzichten wollen.
Autos: Nirgendwo sonst auf der Welt hat man derart viel zu schauen (Jedes Mal ertappe ich mich dabei, wie ich auch die FAHRER der schönen Kutschen begutachte). Vergiss Moskau und Dubai. Wenn hier die ersten Sonnenstrahlen rauskommen, kramen alle Vorstadt-Jungs ihre Oldtimer raus und es wird laut wegen des extrem hohen Geräuschpegels der schnurrenden Motoren… Spätestens wenn der fünfte Ferrari in fünf Minuten an der Stabi vorbeigefahren ist, weißt du, dass endlich Frühling ist.
Männer: Korreliert mit dem oben genannten Punkt. Dass man Münchner Männer nicht unbedingt daten muss, ist eine Sache. Aber Anschauen und Schmachten… Wieso nicht??
Bussi Bussi: Nein, absolut kein Klischee. Es ist irgendwie beruhigend zu wissen, dass man überall jemanden trifft, den man von irgendwoher kennt und sich nicht einsam an eine Bar stellen muss, wenn man plötzlich Lust auf einen Gin Tonic bekommt, aber niemand da ist, mit dem man sich betrinken kann. Oft belächelt, aber immer froh darüber, dass man mit jemand busseln kann. Auch wenn es um 5 Uhr morgens im Lenbachs ist. Wir sind doch soziale Wesen und brauchen Liebe und ein paar Bussis.
Die Seen: Ein perfekter Katersonntag: Mit dem Cabrio voller Mädels und lauter Musik zum nächsten See. Sektflaschen an der Tankstelle besorgen. Sich am Steg des Yacht-Clubs breit machen (und auf den richtigen Pegel bringen). Mehr braucht man nicht.
Bier & Wiesn: Aber bitte nicht so a la Italiener-Wochenende und Oben-Ohne, sondern stilvoll in der Schnapsbar. Mal ehrlich, alle wunderbaren Geschichten fangen mit Bier an. Menschen, die man beim Jägermeister Trinken kennenlernt, sollte man spätestens am folgenden Tag aus dem Gedächtnis löschen.
Hipsterfreie Zonen: Jaja, Berlin ist the place to be und ohne Jutebeutel bist du krass uncool. Am besten einen mit: My other bag is a Birkin. Nichts gegen Bobbeaman und Glockenbach-Viertel, aber ich bin echt froh, meine Highheels und Pelzkragen anziehen zu können, ohne gleich Angst vor PETA zu haben oder dass die Oversize-Tshirt-Leggins-Fraktion mir einen billigen Drink auf meine Schuhe kippt. Da tanze ich lieber mit den Schnöseln und bunten Hosen im 089, P1 oder Drella.
Jura Bib: Trotz der modisch fragwürdigen Outfits der jungen Männer ein Ort der Bussi Bussi, Männer und Hipsterfreie Zone vereint. Während in Frankfurt die jungen Banker ihr Revier markieren, sind es in München die vielen aufstrebenden Juristen, BWLer und Grünwalder.
